Wir vom FSV Zöbingen nehmen Abschied von
Kevin Küffner
unserem Trainer und geschätzten Freund.
Kevin verstand nicht nur den Fußball, sondern vor allem die Menschen dahinter. Mit Herz, Leidenschaft und unermüdlichem Einsatz hat er unsere Spieler gefördert, motiviert und als Team zusammengeschweißt. Für ihn war Fußball mehr als Ergebnisse – es war Gemeinschaft, Respekt und Freude.
Wir erinnern uns an sein Lachen, seine klaren Worte, seine Energie und Ideen. Kevin war ein Macher, ein Anpacker, ein Netzwerker – jeder im Verein kannte ihn, und er kannte jeden.
Mit seinem plötzlichen Verlust verlieren wir mehr als einen Trainer. Wir verlieren einen Menschen, der Spuren hinterlässt – in unseren Gedanken, Geschichten und im Vereinsleben.
Der Schmerz ist groß. Doch die Dankbarkeit, ihn gekannt zu haben, ist größer.
Mach’s gut, Kevin. Du bleibst Teil des FSV Zöbingen – für immer.
„Die Zeit heilt nicht alle Wunden, aber sie lässt die Liebe weiterleben. Unser tief empfundenes Beileid gilt seiner Frau Nicole, seiner Familie und seinen Freunden – in stiller Verbundenheit.“
Funino
(nach Horst Wein)
Funino, entwickelt von Horst Wein, ist ein innovatives Fußballkonzept, das auf kindgerechte Spiel- und Trainingsmethoden setzt. Es wird auf kleinen Feldern mit drei Spielern pro Team und vier Toren gespielt, um Technik, Entscheidungsfindung und Kreativität zu fördern.
Statt starrer Taktik steht der Spaß am Spiel und die individuelle Entwicklung der Kinder im Vordergrund. Funino zielt darauf ab, junge Spieler spielerisch zu schulen und ihnen ein Gefühl für Raum und Teamarbeit zu vermitteln.
Relative Age Effect
Der Relative Age Effect (RAE) beschreibt das Phänomen, dass Kinder und Jugendliche, die zu Beginn eines Altersjahrgangs geboren sind, in vielen Sportarten — darunter auch Fußball — gegenüber später im Jahr geborenen Gleichaltrigen signifikante Vorteile haben. Der Effekt tritt auf, weil die Auswahl und Förderung von jungen Talenten oft nach Altersklassen erfolgt, die an Kalenderjahren orientiert sind (z.B. Stichtag 1. Januar).
Small Sided Games
Small Sided Games (SSG) sind eine Trainingsmethode im Fußball und anderen Sportarten, bei der das Spiel in verkleinerten Teams auf kleineren Spielfeldern durchgeführt wird. Ziel ist es, die Spieler aktiver einzubinden und die Lern- sowie Entwicklungsprozesse zu fördern. Diese Methode wird häufig im Kinder- und Jugendbereich eingesetzt, findet aber auch im professionellen Training Anwendung.
Deliberate Practice
(Gezieltes Üben)
Definition:
Ein strukturiertes und intensives Training, das darauf abzielt, spezifische Fähigkeiten durch wiederholtes Üben und sofortiges Feedback zu verbessern.
Deliberate Practice erfordert hohe Konzentration und wird meist unter Anleitung eines Trainers durchgeführt.
Beispiel:
Ein Spieler übt wiederholt Freistöße, während der Trainer ihn korrigiert und Anweisungen zur Technik gibt.
Ziel:
Die systematische Verbesserung der Leistung in spezifischen Bereichen. Es wird jedoch kritisiert, dass diese Art des Trainings wenig Raum für Kreativität und spontane Entscheidungen lässt.
Deliberate Play
(Freies Spielen)
Definition:
Lockeres, spielerisches Training ohne feste Vorgaben, das Spaß und Kreativität in den Vordergrund stellt.
Deliberate Play findet oft in unstrukturierten Umgebungen statt und fördert die Freude am Spiel.
Beispiel:
Kinder spielen ohne Trainer auf der Straße oder im Park Fußball und denken sich eigene Regeln aus.
Ziel:
Förderung von Kreativität, Spielverständnis und der Fähigkeit, flexibel auf unterschiedliche Spielsituationen zu reagieren. Spieler entwickeln dabei eigenständig Problemlösungsfähigkeiten und Spielintelligenz.
Deliberate Coaching
(Gezieltes Coaching zur Förderung von Kreativität)
Definition:
Eine Trainingsmethode, die gezielt darauf ausgerichtet ist, kreative Denk- und Handlungsweisen im Sport zu fördern.
Dabei werden Übungen und Spiele bewusst so gestaltet, dass sie vielfältige Lösungsmöglichkeiten bieten und Spieler ermutigen, neue Ansätze zu probieren.
Beispiel:
Ein Trainer gestaltet ein Training, bei dem die Spieler ungewöhnliche Taktiken ausprobieren müssen oder in Situationen versetzt werden, die sie zu kreativen Lösungen zwingen (z. B. Spiele mit begrenztem Raum oder besonderen Regeln).
Ziel:
Förderung von Spielkreativität durch Herausforderungen, die die Spieler zu flexiblem Denken und schnellen Anpassungen anregen. Spieler lernen, sich aus ihrer Komfortzone zu bewegen und alternative Lösungen zu finden.
Spielkreativitätsmodell
Im Kontext des Spielkreativitätsmodells nach Daniel Memmert spielen bestimmte Konzepte eine Schlüsselrolle, um die Entwicklung von Kreativität und spielerischen Fähigkeiten bei jungen Sportlern zu fördern. Hier sind die Begriffe näher erläutert:
Deliberate Play
Freies Spielen
Lockeres, spielerisches Training ohne feste Vorgaben, das Spaß und Kreativität in den Vordergrund stellt.
Deliberate Play findet oft in unstrukturierten Umgebungen statt und fördert die Freude am Spiel.
Deliberate Practice
Gezieltes Coaching zur Förderung von Kreativität
Ein strukturiertes und intensives Training, das darauf abzielt, spezifische Fähigkeiten durch wiederholtes Üben und sofortiges Feedback zu verbessern.
Deliberate Practice erfordert hohe Konzentration und wird meist unter Anleitung eines Trainers durchgeführt.
Deliberate Coaching
Gezieltes Üben
Eine Trainingsmethode, die gezielt darauf ausgerichtet ist, kreative Denk- und Handlungsweisen im Sport zu fördern.
Dabei werden Übungen und Spiele bewusst so gestaltet, dass sie vielfältige Lösungsmöglichkeiten bieten und Spieler ermutigen, neue Ansätze zu probieren.
1-Dimension Games
Diese Spiele konzentrieren sich auf eine einzige Spielkomponente oder Fertigkeit. Ziel ist es, gezielt eine spezifische Fähigkeit zu trainieren, z. B. Passspiel, Dribbling oder den Torabschluss.
Spielintelligenzmodell
Die Vier-Phasen-Theorie nach Matthias Lochmann
Das Modell beschreibt die kognitiven und motorischen Prozesse, die für das erfolgreiche Handeln im Fußball entscheidend sind. Es basiert auf vier Phasen:
1. Wahrnehmen (Erleben)
- Definition: Spieler nehmen die Spielsituation visuell, akustisch und taktil wahr.
- Beispiel: Ein Spieler erkennt die Position von Mitspielern, Gegnern und den Ball im Raum.
- Ziel: Verbesserung der Aufmerksamkeitssteuerung und Wahrnehmungsfähigkeit.
2. Verstehen (Erleben)
- Definition: Die Informationen aus der Wahrnehmung werden verarbeitet und interpretiert.
- Beispiel: Der Spieler analysiert, ob ein Pass, Dribbling oder Abschluss sinnvoll ist.
- Ziel: Förderung des taktischen Verständnisses und der Fähigkeit, Spielsituationen richtig einzuschätzen.
3. Entscheiden (Verhalten)
- Definition: Basierend auf der Interpretation trifft der Spieler eine taktische Entscheidung.
- Beispiel: Der Spieler entscheidet sich, den Ball auf einen freien Mitspieler zu passen oder selbst zu dribbeln.
- Ziel: Entwicklung von Entscheidungskompetenz unter Druckbedingungen.
4. Ausführen (Verhalten)
- Definition: Die gewählte Aktion wird technisch und motorisch umgesetzt.
- Beispiel: Ein präziser Pass oder ein zielgerichteter Torschuss wird ausgeführt.
- Ziel: Verbesserung der motorischen Fähigkeiten und technischen Fertigkeiten.
Anwendung im Kinder- und Jugendfußball
- Förderung durch passende Spielformen: FUNiño und Minifußball begünstigen eine hohe Anzahl an Handlungssituationen und verbessern das Durchlaufen aller Phasen.
- Wiederholte Handlungsketten: Kinder erleben während eines Spiels zahlreiche Zyklen aus Wahrnehmen, Verstehen, Entscheiden und Ausführen, was das Lernen und die Entwicklung beschleunigt.
- Verbesserung durch reduzierte Instruktion: Kinder lernen durch „Trial and Error“, eigenständig Entscheidungen zu treffen und ihre Spielintelligenz zu entwickeln.
Das Modell betont die Bedeutung eines Umfelds, in dem Kinder durch vielfältige Aktionen und selbstständiges Lernen eine ganzheitliche Spielintelligenz entwickeln können.